Glossar

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Fortgeschrittener Brustkrebs (ABC): Brustkrebs, der sich über die Brust und das umliegende Gewebe hinaus auf andere Körperteile ausgebreitet hat. Fortgeschrittener Brustkrebs wird auch als metastasierter Brustkrebs oder „Advanced Breast Cancer“ (ABC) im internationalen Raum bezeichnet.
Aromatasehemmer (AI): Ein Krebsmedikament, das den Östrogenspiegel im Körper senkt, indem es Aromatase blockiert – ein Enzym, das an der Produktion von Östrogen beteiligt ist.
Antihormonelle Therapie: Begriff, der in einigen Ländern synonym zur endokrinen Therapie verwendet wird (siehe Endokrine Therapie).
Biomarker: Natürlich vorkommende biologische Moleküle, die in Gewebe, Blut oder anderen Körperflüssigkeiten gefunden werden und ein Zeichen für eine Erkrankung oder deren Verlauf sind.
Bluttest: Ein Test, bei dem eine Blutprobe entnommen und analysiert wird; die Ergebnisse können bei der Diagnose von Krankheiten helfen.
Krebs: Eine Erkrankung, bei der Körperzellen unkontrolliert wachsen und Tumore bilden, oft zulasten gesunder Zellen. Abhängig vom Fortschreiten der Erkrankung können sich die Zellen an einer Stelle, in der Nähe des ursprünglichen Tumors oder in entfernten Körperregionen ausbreiten (siehe Metastase).
CDK4/6: Proteine, die an der Zellteilung beteiligt sind. Bei Brustkrebs können sie von Krebszellen ausgenutzt werden, um deren unkontrollierte Vermehrung zu fördern.
CDK4/6-Inhibitor: Eine Art Brustkrebstherapie, die die Funktion der CDK4/6-Proteine hemmt und so das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen unterdrückt.
Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA): DNA, die von Tumorzellen in den Blutkreislauf abgegeben wird. Mithilfe einer Flüssigbiopsie kann diese DNA verwendet werden, um genetische Mutationen – einschließlich ESR1-Mutationen – im Krebs nachzuweisen.
Krankheitsprogression: Der Prozess, bei dem der Krebs am ursprünglichen Tumorort oder in dessen Umgebung wächst oder sich im Körper ausbreitet (siehe Metastase).
DNA: Das Molekül in allen Zellen, das den genetischen Code enthält und Anweisungen zur Herstellung von Proteinen liefert, die für Lebensprozesse notwendig sind.
Endokrine Therapie (ET): Eine Behandlung, die Hormone hinzufügt, deren Funktion blockiert oder sie entfernt. Bei Brustkrebs umfasst sie Medikamente, die die Wirkung von Östrogen blockieren, dessen Produktion stoppen oder den Östrogenspiegel im Körper senken.
Östrogen: Ein Hormon, das eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Regulierung des weiblichen Fortpflanzungssystems und der Geschlechtsmerkmale spielt.
Östrogenrezeptor (ER): Ein Protein innerhalb einer Zelle, das das Hormon Östrogen bindet.
ESR1-Gen: Ein Gen, das Anweisungen zur Produktion von Östrogenrezeptoren liefert.
Gen: Ein Abschnitt der DNA, der die Anweisungen zur Herstellung eines bestimmten Proteins oder einer Gruppe von Proteinen enthält, die an Lebensprozessen beteiligt sind.
Genetische Mutation: Eine Veränderung in der DNA-Sequenz eines Gens, die manchmal zu Krebs führen kann.
Keimbahnmutation: Eine genetische Mutation, die in Keimzellen (Spermien oder Eizellen) entsteht und vererbt werden kann (vgl. Somatische Mutation).
Hormon: Eine chemische Substanz, die im Körper produziert wird und die Aktivität bestimmter Zellen oder Organe steuert und reguliert.
Hormon- (oder endokriner) Rezeptor (HR): Ein Protein innerhalb einer Zelle, das ein bestimmtes Hormon bindet (siehe Östrogenrezeptor und Progesteronrezeptor).
Hormontherapie (siehe Endokrine Therapie).
Humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2): Ein Protein, das das Wachstum von Krebszellen fördern kann. Bei einigen Krebsarten ist HER2 stark überexprimiert und treibt das Fortschreiten der Erkrankung voran.
Flüssigbiopsie: Ein Test an einer Blutprobe, mit dem nach Krebszellen oder DNA-Fragmenten gesucht wird, die von Krebszellen stammen (siehe Zirkulierende Tumor-DNA).
Metastase: Der Prozess, bei dem sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumorort lösen und in entfernte Körperregionen ausbreiten.
Progesteron: Ein Hormon, das am Menstruationszyklus, an der Schwangerschaft und an der Embryonalentwicklung beteiligt ist.
Progesteronrezeptor (PR): Ein Protein innerhalb einer Zelle, das das Hormon Progesteron bindet.
Selektiver Östrogenrezeptor-Downregulator (SERD): Eine Art Krebsmedikament, das Östrogenrezeptoren auf Krebszellen gezielt angreift und abbaut.
Selektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM): Ein Medikament, das in einigen Geweben wie Östrogen wirkt, in anderen jedoch die Wirkung von Östrogen blockiert. Tamoxifen und Raloxifen sind SERMs.
Somatische Mutation: Eine genetische Veränderung der DNA einer Zelle, die in allen Körperzellen außer Keimzellen auftreten kann und an Tochterzellen weitergegeben wird (vgl. Keimbahnmutation).
Systemische Therapie: Eine Behandlung, die in den Blutkreislauf gelangt und den gesamten Körper erreicht.
Gewebebiopsie: Ein Verfahren, bei dem eine kleine Gewebeprobe aus dem Körper entnommen und im Labor untersucht wird.
Behandlungsleitlinien: Empfehlungen von Expertinnen und Experten auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene, um Ärztinnen/Ärzte und Patientinnen/Patienten bei der Auswahl der besten Therapieansätze zu unterstützen.
Therapieresistenz: Wenn ein Krebs nicht mehr auf eine zuvor wirksame Behandlung anspricht.
Tumor: Ein abnormes Zellwachstum, das gutartig (nicht krebsartig) oder bösartig (krebsartig) sein kann.